Jörg Krenke | Formentheorie



Das Farben-Formen-System
Farben und Formen verhalten sich in bestimmten Beziehungen, wie Teile eines Ganzen, die gegenseitig voneinander abhängig sind und ein in sich zusammengesetztes Ganzes bilden. Sie sind durch wechselseitige Beziehungen miteinander und gegenüber allem, was sie umgibt, durch genaue Definitionen zu unterscheiden.
Es gibt keine Farbe ohne Form und keine Form ohne Farbe.

Mein Farben-Formen-System ist der Farbenlehre Goethes verpflichtet.
Es beruht auf der Folgerichtigkeit seiner Farbengesetze, den Bereichen, in denen Farben und Formen als parallele Identität existieren und den Ergebnissen der Formenforschung der Bauhauskünstler
Paul Klee, Wassily Kandinsky, Eugen Batz und Johannes Itten.

Das Farben-Formen-System besteht aus einem Farbtonartenkreis und einem Formenartenkreis.
Der Farbtonartenkreis ist die vollständige Ordnung aller Farbtonarten,
der Formenartenkreis ist die vollständige Ordnung aller Formenarten.

Nutzer erlernen nur ein System und gestalten und kontrollieren in zwei völlig unterschiedlichen Bereichen, wie es Farben und Formen nun scheinbar sind, mit gleichen Mitteln und Methoden und nach gleichen Prinzipien. Das System erspart Übersetzungsarbeit und Gedächtniskram im Gestaltungsprozeß. Daraus ergeben sich in der Praxis große Vorteile.